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Der Monkey Forest ist die meistbesuchte Einzelsehenswürdigkeit in Ubud und zugleich die, bei der man am leichtesten etwas falsch macht. Besucher kommen mit dem Handy in der einen und einer Banane in der anderen Hand, gehen, ohne verstanden zu haben, dass der Wald ein aktives hinduistisches Heiligtum ist, und manche gehen mit einem Kratzer. Diese Seite erklärt, was das Schutzgebiet ist, was der Eintritt kostet, wie man sich verhält und wann man am besten kommt. Für den Rest der Stadt lohnt unser Guide zu den Aktivitäten in Ubud, in dem der Monkey Forest einer von zehn Stopps ist.
Was der Monkey Forest wirklich ist
Offiziell heißt er Mandala Suci Wenara Wana (Sacred Monkey Forest Sanctuary), wird vom Dorf Padangtegal verwaltet und liegt am südlichen Ende der Stadt Ubud. Laut der offiziellen Monkey-Forest-Website umfasst er etwa 12,5 Hektar mit 186 Baumarten und rund 1.030 Langschwanzmakaken. Die Affen stehen unter Schutz, weil das balinesisch-hinduistische Konzept Tri Hita Karana - Harmonie zwischen Mensch, Natur und Göttlichem - den Wald als Teil der Tempelanlage versteht und nicht als Zoo.
Auf dem Gelände stehen drei Tempel:
- Haupttempel (Pura Dalem Agung): im Südwesten, Shiva geweiht, dem Zerstörer und Verwandler.
- Tempel der Heiligen Quelle (Beji): im Nordwesten, wo Balinesen im Quellwasser die Melukat-Reinigung vollziehen.
- Kremationstempel (Prajapati): im Nordosten neben dem Dorffriedhof.
Das sind aktive Gebetsstätten. Besucher dürfen sie von außen ansehen, aber die inneren Höfe nicht betreten, und bei Zeremonien sind manche Wege gesperrt. Opfergaben auf dem Boden umgeht man.
Eintritt und Öffnungszeiten (Stand 2026)
| Details | |
|---|---|
| Ticket Erwachsene | IDR 130.000 |
| Ticket Kinder | IDR 100.000 |
| Öffnungszeiten | täglich 9 bis 18 Uhr |
| Letzter Einlass | 17 Uhr |
| Adresse | Jalan Monkey Forest, Padangtegal, Ubud |
Die Preise stammen von der offiziellen Website, Stand Oktober 2026. Mehrere Drittseiten nennen noch niedrigere Beträge oder eine Aufteilung nach Wochentag und Wochenende; wer es genau wissen muss, fragt am Eingang nach. Bezahlt wird in Rupiah; kleine Scheine für die Wasser- und Souvenirverkäufer vor dem Eingang sind praktisch.
Anreise
Der Haupteingang liegt am unteren Ende der Monkey Forest Road, etwa 1,5 Kilometer südlich des Ubud-Palasts. Die meisten laufen in 15 bis 20 Minuten über einen stellenweise schmalen Gehweg; die Straße säumen Cafés, Läden und Massagestudios, der Spaziergang gehört also zum Besuch. Bei Hitze ist eine Fahrt mit Grab oder Gojek aus dem Zentrum von Ubud bequem, und Roller lassen sich in Tornähe parken. Es gibt weitere Eingänge, doch das Haupttor ist am einfachsten. Unser Bali-Transportguide behandelt Roller, Fahrer und Fahrdienste auf der ganzen Insel.
Regeln im Umgang mit den Affen
Die Makaken kennen Besucher gut und sind schnell. Mit diesen Gewohnheiten vermeidet man fast jeden Zwischenfall:
- Kein sichtbares Essen tragen. Snacks, Süßigkeiten und verschlossene Getränke gehören in eine zugezogene Tasche. Die Affen nicht füttern und keine Bananen von Verkäufern kaufen, um sie weiterzureichen; der Wald ist ein Ort, um Verhalten zu beobachten, nicht um Fotos zu inszenieren.
- Lose Gegenstände sichern. Sonnenbrillen am Band, Hüte, Wasserflaschen in Seitentaschen und baumelnde Ohrringe sind beliebte Ziele. Handys, die locker auf Kopfhöhe gehalten werden, werden gegriffen.
- Keinen Blickkontakt halten und keine Zähne zeigen. Ein starrer Blick oder ein Lächeln mit Zähnen gilt bei Makaken als Drohung.
- Nie ein Jungtier berühren. Erwachsene Tiere verteidigen ihren Nachwuchs sofort.
- Ruhig bleiben, wenn einer auf einen klettert. Stillstehen, nicht schreien oder schlagen und eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter das Tier entfernen lassen.
- Plastiktüten und Müll vermeiden. Die Affen zerren daran, und Abfall schadet dem Wald.
Das Personal, meist in Uniform entlang der Wege, ist mit Zwischenfällen vertraut und hilft.
Bei Biss oder Kratzer
Die Wunde gründlich mindestens 15 Minuten mit Seife und fließendem Wasser auswaschen, dem Personal melden und am selben Tag einen Arzt aufsuchen. In Indonesien kommt Tollwut vor, und die Postexpositionsbehandlung muss zügig beginnen. Die Hinweise vor der Reise finden sich in unserem Guide zu Gesundheit und Impfungen in Indonesien; außerdem sollte die Reiseversicherung medizinische Behandlung abdecken. Allgemeine Sicherheitshinweise stehen in unserem Sicherheitsguide für Indonesien.
Was man anzieht
Hier gelten die Kleiderregeln für Tempel. Schultern und Knie bedecken, wenn man sich einem Tempelbereich nähert, und einen leichten Sarong mitnehmen. Die Waldwege sind schattig, aber feucht, daher geschlossene Schuhe mit Profil tragen; Steinstufen und bemooste Abschnitte sind nach Regen rutschig. Wasser nimmt man in einer Tasche mit Reißverschluss mit.
Beste Besuchszeit
- Öffnung (9 Uhr): Der Wald ist kühler und ruhiger, und die Affen sind munter.
- Nach 16 Uhr: Die Reisegruppen sind weg, die tiefe Sonne fällt durchs Blätterdach und das Fotografieren fällt leichter.
- Mittag: die vollste Zeit, besonders zwischen 11 und 14 Uhr, wenn die Reisebusse eintreffen.
- Trockenzeit (April bis Oktober): besser begehbar. In den Regenmonaten sind die Wege glatt, dafür wirkt der Wald grüner und es ist weniger los.
Unser Guide zur besten Reisezeit für Bali beschreibt die Jahreszeiten ausführlicher.
Mit anderen Stopps in Ubud kombinieren
Der Monkey Forest passt als kurzer Stopp am Morgen oder späten Nachmittag, nicht als ganzer Tag. Kombinieren lässt er sich mit einem Gang zu Ubud-Palast und Markt, einer abendlichen Tanzvorführung oder einem Essen aus unserer Liste der besten Restaurants in Ubud. Für Ziele weiter draußen nennt unser Guide zu Tagesausflügen ab Ubud Tegallalang, Tirta Empul und Goa Gajah. Wer einen Guide möchte, der die Tempelsymbolik und das Affenverhalten erklärt: Viele Touren in Ubud beinhalten das Schutzgebiet als einen Stopp mit Fahrer, und ein geführtes Halbtagesprogramm ist beim ersten Bali-Besuch meist nützlicher als ein Alleingang. Optionen vergleichen kann man auch auf unserer Seite zu den besten Touren in Ubud.
Wer noch eine Unterkunft sucht: Unser Guide wo übernachten in Ubud erklärt, welche Viertel zu Fuß vom Schutzgebiet erreichbar sind.
Kurze Antworten
- Lohnt es sich? Ja für Erstbesucher, wenn man akzeptiert, dass es voll ist, und die Tempel respektvoll behandelt. Wer Menschenmengen nicht mag oder sich vor Tieren fürchtet, lässt es aus.
- Ist es für Kinder geeignet? Viele Familien mögen es, aber man sollte genau aufpassen, kleine Kinder nicht auf den Boden lassen und kein Essen mitführen.
- Darf man fotografieren? Ja, aber mit sicherem Abstand und ohne Blitz bei Tempeln oder Zeremonien.